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Theatermusical "Come on, comet!"

Schüler des Augustum-Annen-Gymnasiums feiern mit dem Theatermusical „Come on, comet!“ das 50-jährige Bestehen des an der Schule etablierten Ensembles

FlyerBegeistert waren die Zuschauer von der Uraufführung das Theaterstück „Come on, comet!“. Die Schüler des musisch-künstlerisches Profils des Augustum-Annen-Gymnasiums brauchten nach mehr aus 8 Monaten harter Proben das Musical im Theater Görlitz auf die Bühne.
Sie zeigen darin den „Ernstfall“ – als ko(s)mische Theater-Collage.
Die leicht verwirrende Geschichte ist leicht erzählt: Irgendwo im Universum findet die Abschlusskonferenz der Himmelskörper beim „G 20 hoch 10“-Gipfel sttt. Wieder einmal werden keine Beschlüsse gefasst, dafür Eitelkeiten und Bündnisse gepflegt, nicht ohne Lust am Ritual.
Dem Protokollteil folgt nahtlos das Event, auf das alle Gipfelteilnehmer eigentlich nur gewartet haben, ein intergalaktischer Party-Gag inbegriffen: Man schickt einen jungen, feurigen Kometen auf die Reise Richtung Erde! Wie würden die dort lebenden und auf ihre Vernunft so stolzen Wesen wohl reagieren?
Der Komet startet und was für die Party-Gäste nicht mehr als ein unterhaltsames Spiel wahrgenommen wird, ist auf der Erde von ganz anderer Dimension. „Breaking News“ – Sondersendungen auf allen Kanälen! Die Meldung vom nahenden Untergang lässt den medialen Katstrophen-Mechanismus heiß laufen, die Regierungen dreschen Phrasen der Beschwichtigung. Und die Menschen? Sie reagieren reflexartig, absurd, bar jeder Vernunft, jedoch unfreiwillig urkomisch.
Die szenischen Puzzle-Teile werden mit neu komponierten Songs sowie choreographischen Elementen kombiniert und formen sich zu einer Collage, die idealerweise bei den Zuschauern von verschiedenartiger Gestalt sein kann.

 

 

Meinungen zum Musical „Come on, comet!“

„Come on, comet!“ ist ein ko(s)misches Musical, dessen Generalprobe am 24. Mai um 12 Uhr stattfand. Die Schüler des künstlerischen Profils (hauptsächlich 10./11. Klasse) erweckten das schräge Stück, das von Sebastian Ripprich geschrieben wurde, im Gerhart- Hauptmann-Theater Görlitz zum Leben. Tobias Menzel war für die Komposition zuständig, Toni Burghard Friedrich führte Regie und die Tänze wurden mithilfe von Melina Stenzel einstudiert. Die Einstudierung der Songs lag in der Verantwortung von Musiklehrer Christoph Liebrenz.
Wieder konnten bei der Abschlusskonferenz der Himmelskörper – es keine Beschlüsse gefasst werden. Doch im Grunde sind eh alle nur wegen des Finales der darauffolgenden Party hier: Ein junger, feuriger Komet (Ronja Scheinpflug) soll auf die Erde geschickt werden, um diese zu zerstören. Während die anderen Himmelskörper feiern und es sich gut gehen lassen, werden die Wesen der Erde langsam unruhig: „Breaking News“ – ein Komet steuert auf uns zu und wird unseren Planeten in Schutt und Asche legen, und das in nur wenigen Stunden!

Die Menschen sind verzweifelt: Ein Hochzeitspaar (Arvid Gelke, Julia Lehmann) kann nicht heiraten, da das Standesamt geschlossen hat; Donald Trump (Jonatan Crocoll) packt seine Sachen, um mit seiner Rakete ins All zu flüchten und ein Zukunftsforscher (Fabian Schlegel) verliert seinen Job, da es in kurzer Zeit sowieso keine Zukunft mehr gibt.
Das Stück wurde von unterhaltsamen und dramatischen Liedern und Tänzen untermalt, die tadellos von den Schülern aufgeführt wurden. Dennoch ließen sich manche Stellen des Schauspiels nicht genau erschließen – teils, da die Akteure ohne Headset akustisch nicht verstanden wurden und da sich das Ende etwas zu plötzlich abspielte. Die schauspielerische Leistung variierte natürlich.
Im Großen und Ganzen war es aber eine gelungene Aufführung: 90 Minuten voller Dramatik, Spannung und vor allem viel Humor!

Emma Hänsel, 8b

 

Das Stück war besonders im Mittelteil sehr unterhaltsam, vertreten waren sowohl dramatische, ernste und amüsante Szenen. Allerdings war die Story am Anfang und am Ende etwas unverständlich. Man wurde direkt in das Geschehen hineingeworfen und musste sich stark darauf konzentrieren was passiert, etwas mehr Erklärungen wären hilfreich gewesen. Die Auflösung hingegen kam zu plötzlich und erschien etwas zusammenhanglos.

Lilja Heizmann, 8b

 

Das von Sebastian Ripprich geschriebene Stück handelt von einem Kometen, der zur Erde geschickt wurde, um sie zu zerstören. Diese Aktion hatten sich die Himmelskörper als eine Art Geck auf ihrer Feier überlegt. Sobald diese Nachricht die Erde erreicht, zeigen sich die unterschiedlichsten Reaktionen auf die Weltuntergangsnachricht. Es wurden dem Publikum unterschiedlichste Charaktere und deren Einstellung zum Leben vorgeführt. Einige waren zum Lachen, allen voran Jonathan Crocoll als Donald Trump, aber es gab auch nachdenkliche Passagen, z. B. die des Schauspielers Fabian Schlegel, der den Professor Pfeiffer verkörperte. Die ganze Handlung wurde wunderbar von den ausdrucksstarken Kostümen untermalt. Auch die von Tobias Menzel geschriebenen Lieder fanden im Publikum Beifall. Gespickt mit den anschaulichen Stücken der Tanzgruppe, verging das Stück trotz seiner anderthalb Stunden Länge, ohne dass Langeweile aufkam.
Die schauspielerischen Leistungen waren sehr verschieden. Obwohl das ihr erster großer Auftritt im Theater war legten manche großen Mut und Geschick an den Tag, besonders die Sänger der Sololieder, wie z. B. Julia Lehmann(Braut) und Arvid Gelke (Bräutigam). Aber auch Ronja Scheinpflug (der Komet), Alexander Rueth (Konferenzleiter) und Mila Zwiebel (Andromeda) spielten ihre Rollen sehr gut. Manchen hat man die Aufregung aber doch angemerkt. Ab und zu hätte man sich eine höhere Lautstärke beim Sprechen der Texte gewünscht. Aber bei all dem darf man nicht vergessen, dass es sich dabei nur um die Generalprobe des Stücks handelte. Letztendlich gingen nämlich viele Schüler mit einem Lächeln auf dem Gesicht aus dem Theater, was nicht nur am ausgefallenen Unterricht lag.

Henriette Ritz, 8b

 

Da es ein Musical ist, war der musikalische Aspekt logischerweise ein sehr wichtiger und großer Teil des Stückes. Somit kamen immer wieder  Soloauftritte oder Duette vor. Größtenteils sind sie gut gelungen, aber die paar schiefe Töne kann man den Schülern auch nicht verübeln, wenn man darüber nachdenkt, dass sie alles live und mehrstimmig gesungen haben.

Anna Pawelczyk, 8b