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Marienthal 2018

Erfahrungsbericht von zwei Teilnehmerinnen am Schülerseminar „Interreligiöser Dialog“ in Ostritz vom 16. bis 23.09.2018

Während der Woche vom Sonntag, den 16. bis Sonntag, den 23. September trafen sich im Kloster St. Marienthal in Ostritz Jugendliche aus ganz Europa. Dies geschah anlässlich eines jährlichen Schülerseminars zum Thema „Interreligiöser Dialog“. Dabei waren über 60 Schüler*Innen zwischen 15 und 18 Jahren aus Schweden, Lettland, Bosnien-Herzegowina, Italien, Litauen, Deutschland und Polen in das Internationale Begegnungszentrum angereist. Die gesamte Woche über lebten wir zusammen in dem Kloster, diskutierten eifrig und aßen miteinander, nahmen an Workshops teil und schlossen neue internationale Freundschaften.

Ganz nebenbei verbesserten wir auch noch unsere Englischkenntnisse, da die Verständigung anders schlicht weg nicht möglich war. Die Angst vor dem Sprechen einer fremden Sprache wurde uns jedoch schon am ersten Abend genommen, als man erste Bekanntschaften bei Kennenlernspielen machte. Spätestens nach dem Erzählcafé fielen die letzten Hemmungen, denn dabei stellte jede Nation Stereotypen ihres Landes und Beispiele für funktionierendes und nicht funktionierendes Zusammenleben verschiedener Religionen vor. Noch mehr über die Länder erfuhr man bei den nationalen Abenden, wobei jeden Tag nach dem Abendessen ein Land sich vorstellte, traditionelle Tänze beibrachte und nationale Spezialitäten kosten ließ.

In den ersten drei Tagen wurden wir nun in international gemischte Gruppen eingeteilt, um einerseits die noch unbekannten Teilnehmer*Innen kennenzulernen, aber vor allem einen Eindruck von den verschiedenen Weltreligionen zu erhalten. Diese wurden in Form von Vorträgen hauptsächlich von wirklichen Glaubensanhängern erklärt, wobei die Gestaltung vielfältig und mitunter sehr interaktiv ausfiel. So meditierten wir zum Beispiel beim Buddhismus, sangen Mantras beim Hinduismus oder schauten uns Cartoons über die Dreieinigkeit des christlichen Glaubens an.

Am Mittwoch stand, nach einer kurzen Einführung in die Thematik, unsere Busfahrt nach Theresienstadt in Tschechien an. Dort angekommen, bekamen wir eine Führung durch das Konzentrationslager und schauten einen Film über die Geschichte dieses Ortes in dem originalgetreuen Kino aus damaliger Zeit.

Im nächsten und abschließenden Teil der Woche stand die Kreativarbeit an. Hierfür teilten wir uns selbstständig in einzelne Gruppen, je nachdem wo unsere Fähigkeiten und Interessen lagen. So gab es zum Beispiel die Music-, Talkshow, Film-, oder Cooking Gruppen. Das Resultat jeder Einzelnen wurde dann am Samstagnachmittag vor allen aufgeführt, womit unser Projekt rundum gelungen war.

Zum Abschied wurden viele Kontaktdaten oder Armbänder, welche die Kunstgruppe gefertigt hatte, ausgetauscht und mit vielen neuen Erkenntnissen und Freundschaften fuhren wir Sonntagmorgen wieder nach Hause.

Als Fazit können wir nur eines sagen: „Nächstes Jahr wieder!“