Benefizkonzert - Time Flies By - 2019

Ein Konzert von Klasse (12)!

Das Ende unserer Schullaufbahn rückt immer näher. Während die Tage wieder länger werden, wird die Anzahl an Tagen, die wir noch in den heiligen Hallen des Augustums verbringen werden, kleiner. Doch trotz dieser traurigen Aussicht gab es in den vergangenen Wochen zweimal Anlass zu großer Freude. Der Abiturjahrgang veranstaltete unter dem Titel „Time flies by“ in der Tradition vorhergehender Jahrgänge sein Benefizkonzert.

Dankenswerter Weise stand uns die Aula des Augustums für die beiden Aufführungen zur Verfügung, was den Veranstaltungen nicht nur akustisch guttat, sondern auch deren ästhetischen Wert steigerte. Lediglich die Sänger der letzten Reihen hätten sich zwischenzeitlich nicht über einen Standort mit besserem Luftaustausch beschwert.
Die große Anzahl an Zuschauern, aus Mitschülern, Kollegiumsmitgliedern und mitunter auch Außenstehenden bestehend, kam am 11. & 17. Januar in den Genuss eines wohlausgefeilten, unglaublich vielfältigen, äußerst professionell durchgeführten Konglomerats aus musikalischen Höhepunkten der letzten Jahrhunderte, Instrumentalauftritten vieler Schüler und der Uraufführung eines brillanten Werks dramatischer Schaffenskunst.

Während die Zeit an beiden Abenden verflog, steigerten sich die Erscheinungsdaten der dargebrachten Stücke und damit auch zunehmend der Groove im Raum. Sie begannen jeweils in lateinischer Sprache (der erste Choral „Audite Silete“ ist älter als unsere Schule, was durchaus eine Leistung ist) mit mittelalterlichen und barocken Klängen. Durch die große Schönheit dieser, befand sich das Publikum bereits nach wenigen Minuten in einem andächtigen Zustand. Nachdem das Publikum von den charmanten Moderatoren Arvid Gelke und Fabian Schlegel begrüßt und ins Programm eingeführt wurde, ging es mit den ersten instrumentalen Beiträgen und britischer Klasse („Amazing Grace“ und „Greensleeves“) weiter. Langsam steigerte sich das Tempo und auch die Stimmung, mit zwei Gospels und einem fetzigen Boogie. Bis zur Pause ging es auf der Bühne etwas ruhiger zu, aber dafür umso qualitativ hochwertiger. Dem Publikum wurden zunächst Solobeiträge und dann das Theaterstück des Deutsch-Leistungskurs von Frau Pietsch dargeboten. Sollte man Interesse daran besitzen, wie ein interaktives Museum unserer Schulgeschichte zu gestalten wäre, hat man hier definitiv etwas zu bieten bekommen. Aufgrund seiner Brillanz hervorzuheben, ist der ins Stück integrierte Hamlet-Monolog eines Darstellers. Auch sonst hatte das Publikum im Anschluss an das Stück Anlass, vergnügt in die Pause zu gehen und sich dort an unserem Buffet zu ergötzen.
Nach der erfrischenden Unterbrechung des Programms folgte der musikalische Sprung in die Gegenwart (oder zumindest die Gegenwart von vor dreißig bis zwanzig Jahren), mit dem einzigen deutschen Stück des Abends („Alles nur geklaut“), vorgetragen in, den Verfassern des Songs angemessenen, Kostümen. War der erste Teil des Abends von erhabener Klasse und andächtigem Lauschen geprägt, so ging es nun mit Schwung und großer Unterhaltung weiter. Die Zuschauer sangen bei der Darbietung eines Repertoires an ikonischen Hits der letzten Jahrzehnte mehr und mehr mit, wurden zur rhythmischen Begleitung animiert und vergossen bei melancholischeren Stücken laut Augenzeugen auch die ein oder andere Träne.

Einen perfekten Abschluss des Abends, nach mehrmaliger Forderung einer Zugabe, stellte „Mamma Mia“ dar, bei dem nach zwei fulminanten Stunden alle Dämme gebrochen waren und unser Chor vom Theaterensemble ergänzt wurde.
Ganz zu Ende war der Abend nach den stehenden Ovationen allerdings noch nicht. An den Ausgängen war unser Publikum dazu angehalten, uns bei der Finanzierung unserer Abitur-Vorhaben mithilfe von Spenden zu unterstützen. Für die ausführlichen Beträge (zusammengerechnet 3300 Euro), die an beiden Abenden eingenommen wurden, möchten wir uns in aller Herzlichkeit bei allen Spendern bedanken. Danke an alle Familienmitglieder, Freunde, Lehrer, ehemalige Schüler und selbsternannte Konkurrenten (cool, dass ihr den Weg vom Wilhemsplatz zu uns gemacht habt) für euer Geld und euer positives Feedback. Danke an Frau Kirbis, Herrn Liebrenz und Frau Pietsch, für Ihre professionelle Hilfe und die viele Zeit, die Sie sich genommen haben. Danke an alle Choristen und Solisten, Ensemblemitglieder und Brezelverkäufer für Eure Teilnahme.

Moritz Vogt

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