Besuch aus Griechenland

Lang ersehnt und viel zu kurz- so würden wir den Schüleraustausch beschreiben. Wir, das heißt 16 deutsche SchülerInnen aus den Klassenstufen 9 und 10 und 15 griechische SchülerInnen aus Chania/Souda im Alter von 14 Jahren.

Am Mittwoch dem 5. Dezember kamen unsere Austauschschüler nach einer langen Reise von Souda (Kreta), über Athen endlich in Görlitz an. Nach einer mancherorts kurzen Nacht starteten wir in der Schule mit dem Projekt. Zuerst wollten wir uns besser kennenlernen. Dies geschah durch die Spiele vom FSJ-ler Jan, die bei allen für viel Heiterkeit sorgten. Danach begannen wir, uns mit der Geschichte der Griechen in Görlitz während des ersten Weltkriegs zu beschäftigen. Auf dem städtischen Friedhof führten wir einen Arbeitseinsatz an den Gräbern durch und veranstalteten eine Gedenkfeier. Mit der Rückfahrt zur Schule endete der Tag. Die meisten trafen sich abends zum Bowlen.
Freitag fuhren wir nach Polen auf das ehemalige Stalag VIII Gelände. Dort führten wir einen Workshop durch, in welchem wir uns mit dem Thema Krieg und Frieden auseinandersetzten. Am Nachmittag stand für uns ein Vortrag von einem Griechen, der in Zgorzelec lebt, auf dem Programm. Am nächsten Tag fuhren wir nach Dresden. Wir gingen in das Militärhistorische Museum, hatten einen kleinen Stadtrundgang und besichtigten die Frauenkirche. Den Rest des Nachmittags verbrachten wir mit shoppen und besuchten den Striezelmarkt.

Am Sonntag machten wir einen Ausflug ins Zittauer Gebirge. Von Zittau aus ging es mit der Bimmelbahn nach Oybin und von da nach Johnsdorf zum Eislaufen. Da der Tag zeitig endete, trafen sich die meisten abends noch zu einer kleinen Party. Am Montag ging es ein wenig später los. Die Stimmung war genauso wie das Wetter, unbeständig. Zunächst gingen wir auf Spurensuche an die Orte, an denen sich die griechischen Soldaten in Görlitz aufgehalten hatten. Dort machten wir Fotos, die zusammen mit unseren Berichten zu einem Kalender zusammengeführt werden. Danach bereiteten wir den Abschlussabend vor. Den begannen die Griechen mit einem Sirtaki (griechischer Volkstanz). Dann folgten wir mit der Comedyversion von „Cinderella“ und tanzten abschließend mit unseren neuen Freunden den Sirtaki noch einmal. Als alle ihren Hunger am Buffet gestillt hatten, wurde die Musik aufgedreht und für uns alle hieß es Tanzen, bis der Arzt kommt. Da die Musikauswahl den Eltern wohl nicht soo gut gefallen hatte, waren wir bald allein. Die Jungs zeigten ihre Hip-Hop - Künste und es stellte sich heraus, dass wir alle begnadete Tänzer sind. Bereits an diesem Abend flossen schon die ersten Tränen. Wir konnten uns das gar nicht richtig vorstellen, dass unsere Freunde am nächsten Tag nicht mehr da sind.
Am nächsten Morgen mussten wir ca. 4 Uhr aufstehen, da wir schon 5:15 Uhr am Treffpunkt sein mussten. Fast alle weinten, selbst bei einigen Jungs flossen ein paar Tränchen. Wir verabschiedeten uns von „unseren“ Griechen, in dem Wissen, dass wir uns bald wiedersehen.

Wir möchten uns noch einmal bei allen bedanken, die das Projekt ermöglicht, betreut und finanziert haben. Danke Frau Großert, Frau Bartsch, Herr Riedel (Vom Volksbund) und Jan, dass Sie uns immer 
 begleitet haben und mit Rat und Tat zur Seite standen. Danke an den Volksbund, der uns ermöglichte, internationale Freundschaften zu schließen. Und Danke an unsere Eltern, ohne die unsere Teilnahme am Schüleraustausch auch nicht möglich gewesen wäre.

Wenn jemand von den jetzigen Achtklässlern oder Neuntklässlern Lust bekommt, auch an diesem Projekt teilzunehmen, wendet euch an Frau Bartsch oder Frau Großert. Ihr könnt auch jederzeit zu einem/einer von uns kommen, um weitere Infos zu bekommen.

 

Text: Nathalie Alder

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